ICAS Network

Das Siestes Electroniques Festival ist stolzes Mitglied von ICAS - International Cities of Advanced Sound - Network

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Gemeinsames Anliegen

Alle Mitglieder der ICAS gestalten seit Jahren einzigartige Festivals und Veranstal­tun­gen. Jedes dieser Events ist mit seinem eigenen Charakter in den jeweiligen ge­fes­tig­ten lokalen Netzwerken und Zusammenhängen verwurzelt. Die ICAS und ihre Mitglieder setzen sich sowohl für den kulturellen Wert der Musik und Klangschöpfung an sich ein als auch für dessen Bedeutung in Bezug auf die facettenreichen Ausdrucksformen, in denen sich Musik und Klang mit anderen kulturellen Praktiken verbinden. Anders als die Mainstream-Musikbranche vertreten die Mitglieder der ICAS eine Reihe von alternativen Kriterien, anhand welcher sie den Erfolg ihrer Unternehmun­gen bewerten. Somit werden Qualität, kritische Reflexion, Innovation sowie Aus­tausch dem Ziel des Profits vorgezogen.
Mit Bezug auf die ästhetische und gesellschaftliche Mittlerrolle der gegenwärtigen Klang­schöpfung, insbesondere vor dem Hintergrund der Veränderungen durch digi­tale Technologie, verfolgt die ICAS das Anliegen, Bewusstsein und Unterstützung anzuregen für eine experimentelle und im Erlebnis begründete Klang- und Musik­kultur. ICAS-Mitglieder verstehen ihre kuratorischen und organisatorischen Aktivitäten als eine kreative Kraft, die – aufgrund ihres permanenten engagierten Dialogs mit Künstlern, Produzenten, Kritikern und dem Publikum – auf konstruktive Weise zur Entwicklung von künstlerisch unabhängiger Musik und Klangschöpfung beiträgt.
Unter Anwendung ihres Spektrums transdisziplinärer Ansätze bauen die ICAS-Mitgliedsorganisationen aktiv Brücken zwischen verschiedenen Kunstdisziplinen, kulturellen Feldern, Szenen und Genres. Ihr Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Förderung des Austauschs zwischen akademischen Musiktraditionen, experi­menteller Musik und Pop-(Sub-)Kulturen zum einen sowie zwischen Kunst und Technik zum anderen.

Das ICAS-Netzwerk

Das ICAS-Netzwerk hat eine offene Struktur, in der die Beteiligung von neuen Mitgliedern willkommen ist. Es strebt an, Dialoge zu entfachen sowie Wissensaustausch und die gegenseitige Unterstützung unter Organisationen aus verschiedenen Ländern anzuregen, die in experimentelle Klangkulturen involviert sind. Somit fördert es die Gemeinschaft und Zusammenarbeit anstelle des Wettstreits zwischen Kulturunternehmern. Die ICAS stellt somit eine kreative Plattform der Selbstreflexion und des Lernens auf globaler Ebene dar. Ihre Mitglieder sind gefordert, sich ständig neu zu erfinden, einander zu hinterfragen, zu inspirieren und herauszufordern.
Ihr weiteres Ziel besteht darin, ihre Mitglieder im Aufbau nachhaltiger Infrastrukturen zu unterstützen, die wiederum der Unterstützung, Förderung und Finanzierung experimenteller und kritischer Klangkulturen innerhalb ihrer spezifischen Orte und Kontexte dienen. Der ICAS geht es darum, diese Strukturen und Orte im Sinne einer positiven Form der Globalisierung bewusst miteinander zu verbinden und dem Talent als Qualitätsmerkmal innerhalb eines internationalen Rahmens einen größeren Wert zu verleihen. Im Hinblick auf eine gemeinsame Entwicklung möchte die ICAS das Teilen von Erfahrung und Wissen als einen zentralen Wert verwirklichen.
Diesem Ziel liegt die Überzeugung zugrunde, dass zugunsten der Mitglieder daraus umso gefestigtere nachhaltige Strukturen hervorgehen, wodurch sichergestellt wird, dass deren Aktivitäten auch weiterhin entwickelt und ausgebaut werden können.

Aktivitäten

Zu den Aktivitäten, die im Rahmen der von ICAS-Mitgliedern organisierten Events und Festivals stattfinden, zählen Konzerte, Performances, Auftragsarbeiten, Ausstellungen, Projektbeteiligungen, Bildungsworkshops, Konferenzen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Veröffentlichungen und informelle Zusammenkünfte zum Wissensaustausch sowohl innerhalb der einzelnen Felder als auch zwischen den Bereichen. Zusätzlich organisiert die ICAS Treffen und Workshops, in denen die Ausrichtungen, Ziele und Handlungen des Netzwerks festgelegt werden. Die ICAS fungiert als eine Schnittstelle zur Intensivierung des Dialogs zwischen ihren Mitgliedern und den Entscheidungsträgern in kulturellen, politischen und ökonomi­schen Bereichen.